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Archiv des Monats Januar 2012

Martin Tazl: Der kleine Bürgermeister

am 31. Januar 2012 unter Sehen abgelegt

Wenn sich ein GrafikDesigner seiner Klasse aus freien Stücken einer Initiative widmet, dann ist es für die Sache der Sechser im Lotto – mit Chance – sogar mit Zusatzzahl: Mit seinen Karikaturen nimmt der Duisburger Illustrator das seit dem Loveparade-Unglück 2010 umstrittene Oberhaupt Adolf Sauerland (CDU) seiner Stadt aufs Korn. Gegen den OB richtet sich das derzeit laufende, von Mitbürgern hart erkämpfte Abwahlverfahren. Tazl hofft nun, mit seinen Zeichnungen möglichst viele Bürger zur Stimmabgabe zu bewegen.

Die Gier

am 30. Januar 2012 unter Verstehen abgelegt

„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

Mahatma Gandhi (1869-1948)

Nichts als die Wahrheit einfach mal neu in Form gegossen.


Hier „Die Gier“ von und mit Wilfried Schmickler

Was ist das für ein Tier, die Gier? Es frisst in mir und frisst in Dir.
Will mehr und mehr und frisst uns leer.

Wo kommt es her das Tier und wer erschuf sie nur, die Kreatur?
Wo ist es nur, das finstre Loch, aus dem die Teufelsbestie kroch?
Die sich allein dadurch vermehrt, indem sie Dich und mich verzehrt?
Und wann fängt dieses Elend an, dass man genug nicht kriegen kann?
Und plötzlich einfach so vergisst, dass man doch längst gesättigt ist.
Und weiter frisst, und frisst und frisst.

Mitmachaktion: Solidarität für Bildungsfreiheit

am 29. Januar 2012 unter Netzwelt abgelegt

Im November 2010 wurden Christiane Ludwig-Wolf und Andreas Jannek vom Amtsgericht Münsingen zu einem Bußgeld von 200,- € jeweils pro Elternteil verurteilt, weil ihre Kinder frei lernen und damit der Schulpflicht nicht nachkommen. Inzwischen ist dieses Urteil rechtskräftig und zwischen den Jahren verschickte die Staatsanwaltschaft Mahnungen von insgesamt 706,00 € (400,00 € Strafe + 306,00 € Kosten).
Wir bitten Sie/Euch um Unterstützung, in dem Ihr 2,- € (ein Euro für Andreas, einer für Christiane) an die Staatskasse überweist. Damit entlastet Ihr sie und bringt gleichzeitig Eure Solidarität zum Ausdruck.

Ganz praktisch funktioniert das so:

Facebooks “Chronik” wird Pflicht

am 26. Januar 2012 unter Netzwelt abgelegt

Die Medien haben es bereits berichtet: Facebook wird in den nächsten Wochen die Timeline für alle einführen. Dadurch verwandelt sich das private Profil in eine Art Tagebuch, in dem die Nutzeraktivitäten seit seiner Geburt, beziehungsweise seit dem Facebook Beitritt chronologisch aufgelistet werden. Eine Funktionsänderung, die durchaus kritisch beäugt wird.

Nach Umschaltung werden die Nutzer sieben Tage Zeit haben, ihre eigene Timeline, in Deutschland Chronik genannt, “zu säubern”: Alle Beiträge können gelöscht oder die Sichtbarkeit der Beiträge entsprechend angepasst werden.

Die Rechnung

am 26. Januar 2012 unter Verstehen abgelegt

Kleine Geschichte zum Nachdenken für Zwischendurch.

Eines Abends, als die Mutter gerade das Abendessen kochte, kam der elfjährige Sohn in die Küche, mit einem Zettel in der Hand. Er überreichte den Zettel mit einem seltsamen, amtlich anmutenden Gesichtsausdruck seiner Mutter, die sich daraufhin die Hände in der Schürze abwischte, den Zettel entgegennahm, und zu lesen begann:

Für das Jäten des Blumenbeetes: 2 Euro
Für das Aufräumen meines Zimmers: 8 Euro
Weil ich Milch holen gegangen bin: 1 Euro
Weil ich drei Nachmittage auf meine kleine Schwester aufgepasst habe: 12 Euro
Weil ich zwei Einser bekommen habe: 8 Euro
Weil ich jeden Tag den Müll raus bringen: 3 Euro
Insgesamt: 34 Euro.

Die zwölf Facebook-Typen

am 23. Januar 2012 unter Netzwelt abgelegt
  1. Der „Hahn“ – Er denkt, dass es sein Job ist, Facebook täglich einen „guten Morgen“ zu wünschen.
  2. Der „Unsichtbare“ – Nie postet oder kommentiert er etwas zu deinen Postings, aber er liest alles.
  3. Die „Hyäne“ – Niemals sagt sie wirklich etwas, aber „lacht“ (smiled) zu allen Beiträgen.
  4. „Herr und Frau Populär“ – Sie haben mehr als 4.000 Freunde und keinen Grund dafür.
  5. Der „Spieler“ – Er spielt Words mit Freunden, Mafia Wars, backt virtuelle Kuchen und Sonstiges, den ganzen Tag lang.
  6. Der „Zyniker“ – Er hasst sein Leben und alles darin, wie man an dem düsteren Unterton all seiner Postings unschwer erkennen kann.

22. Januar 2012 – Apture is down!

am 22. Januar 2012 unter BlogHystorie abgelegt

Na, schon aufgefallen? Weg sind sie, die vielen kleinen Icons, die auf Bilder, Filme, Informationen oder Tondateien verweisen und sobald der Mauszeiger darauf zeigt, dem aufmerksamen Betrachter ins Auge oder ins Ohr gehen. Seit zwei Tagen ist die Bloggergemeinde um eine Bereicherung ärmer, und zugegeben: Bloggen ohne Apture ist wie Sex am Telefon oder die Zigarette danach ohne Feuer. Ob dieser Frust von Google so wirklich beabsichtigt war?

Apture Inline Content

Mein Name ist Mensch

am 19. Januar 2012 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Der einstige Ton-Steine-Scherben-Song ist in die Jahre gekommen, sein Inhalt jedoch aktueller denn je. Viele mögen ihn, auch wenn sie inhaltlich an ihm verzweifeln. Die Dramatik rund um das Bandgeschehen und die seiner Macher, Rio Reiser sowie dessen Alter Ego R.P.S. Lanrue, mag in ihrer Art der Interpretation das Salz in der Suppe gewesen sein. Das hat aber zu keinem Zeitpunkt Menschen daran gehindert, sich ebenfalls mit diesem Titel auseinanderzusetzen. Bekannte Coverversionen kommen von John Banse, Neues Glas aus alten Scherben, Söhne Mannheims bis hin zu den RestScherben in Begleitung der Percussion Formation Terra Brasilis mit dem damals 14-jährigen ufafabrik-Kind Nico Rovera. Der Ruf nach humanitärem Miteinander findet nach über 40 Jahren auch in vielen Initiativen und anderen Werken sein Echo. Das Glaubensbekenntnis einer Person selbständig im Wandel der Zeit.

Vergleich: «Costa Concordia» versus «Titanic»

am 17. Januar 2012 unter Verstehen abgelegt

Knapp 100 Jahre nach dem Unglück der RMS Titanic mitten im Nordatlantik kentert in nur 100 Metern Luftlinie von der toskanischen Küste entfernt die Costa Concordia. Wieder ist es ein Kreuzfahrtschiff, das im Kampf durch das Element Wasser so von seinem Kapitän durch die Dunkelheit manövriert wird, dass am Ende die Außenhaut des Schiffes verletzt wird. Folge: Wasser dringt ein und bringt den Koloss zum Kentern. Haben die Menschen in den letzten 100 Jahren nichts dazu gelernt?

Drei Schiffbrüchige stranden auf einer Insel

am 16. Januar 2012 unter Sehen abgelegt


Die Eingeborenen, die sie aus dem Meer gefischt haben, führen die drei Männer ihrem Häuptling vor. Der schaut sich die drei triefnassen Gestalten mit prüfendem Blick von oben bis unten skeptisch an und fragt mit strenger Stimme den ersten:
- „Was bist Du?”
- „Ein Franzose!”
- „Und Du?”
- „Ein Engländer!”
- „Und, was bist Du?”, fragt der Häuptling.
- „Oberfinanzverwaltungsangestelltenanwärterrefent beim Bayerischen Landesamt für Steuern!”, antwortet der Deutsche.
- „Nun gut. Wenn Ihr hier bleiben wollt, müsst Ihr in den Wald gehen und jeweils mit zwei Früchten zurückkommen…”
Ohne lange Überlegungen stürmen die drei los.


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