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Archiv der Kategorie 'Ehrfurcht vor dem Leben'

Meyah Don: Fragen ans Ich

am 03. Februar 2012 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Eine Freundin fragt: “Mensch, wie findest du dieses Gedicht?” Der Text war mir schon x-mal in diversen SocialNets mit entsprechend vielen Kommentaren begegnet. Gedicht? Es Klick weiter liegt die Lösung: Es ist kein Gedicht, sondern ein Rap vom Ökorapper Nr. 1: Meyah Don aus seinem vierten Album „Mit Herz und Seele“.

Mein Name ist Mensch

am 19. Januar 2012 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Der einstige Ton-Steine-Scherben-Song ist in die Jahre gekommen, sein Inhalt jedoch aktueller denn je. Viele mögen ihn, auch wenn sie inhaltlich an ihm verzweifeln. Die Dramatik rund um das Bandgeschehen und die seiner Macher, Rio Reiser sowie dessen Alter Ego R.P.S. Lanrue, mag in ihrer Art der Interpretation das Salz in der Suppe gewesen sein. Das hat aber zu keinem Zeitpunkt Menschen daran gehindert, sich ebenfalls mit diesem Titel auseinanderzusetzen. Bekannte Coverversionen kommen von John Banse, Neues Glas aus alten Scherben, Söhne Mannheims bis hin zu den RestScherben in Begleitung der Percussion Formation Terra Brasilis mit dem damals 14-jährigen ufafabrik-Kind Nico Rovera. Der Ruf nach humanitärem Miteinander findet nach über 40 Jahren auch in vielen Initiativen und anderen Werken sein Echo. Das Glaubensbekenntnis einer Person selbständig im Wandel der Zeit.

Zeit: Maria und Josef im Ghetto des Geldes

am 29. Dezember 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Leseempfehlung zu einem ZEIT-Artikel vom 26. Dez. 2011 zum Thema “Soziale Kluft”

Einen Monat lang haben sich im Auftrag der ZEIT zwei Menschentester auf ihren Einsatz vorbereitet – schließlich musste nicht nur ein Bart wachsen: Der ehemalige Obdachlose Helmut Richard Brox beriet »Maria« und »Josef« in Sachen Auftreten und Ausrüstung. Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg lieh ihnen Kleidung und Schlafsäcke. Was passiert also, wenn man in vornehmen Villenorten im Speckgürtel Frankfurts um Hilfe bittet? Die Schauspielerin Viola Heeß und der ZEIT-Redakteur Henning Sußebach haben sich – als obdachloses Paar verkleidet – kurz vor Weihnachten auf den Weg gemacht. Entstanden ist eine faszinierende Reportage.

Öffentlichkeitsfahndung: Gesucht wird Ali Barakat

am 09. Dezember 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Nienburg (ots) – STOLZENAU (mie) – Die Staatsanwaltschaft Verden und die Nienburger Mordkommission bitten die Öffentlichkeit um Mithilfe: Gesucht wird der 35-jährige irakische Staatsangehörige Ali Askar Hasso BARAKAT. Ali Barakat ist dringend verdächtig, seine 13-jährige Tochter nach einem offensichtlich erfolglos verlaufenden Versöhnungsgespräch in Stolzenau auf offener Straße mit mehreren Schüssen getötet zu haben. Anschließend flüchtete der Mann vom Tatort. Das mutmaßliche Fluchtfahrzeug konnte am Folgetag im 32km entfernten Minden verlassen aufgefunden werden. Möglicherweise versucht Ali Barakat sich ins Ausland abzusetzen.

Ali Barakat, 2011

Lasst uns über das Töten reden…

am 18. November 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

…der Metzger ist ein guter Metzger, der die Tiere liebt.

Diesen scheinbar paradoxen Leitsatz hat Karl Ludwig Schweissfurth, Metzgermeister und ehemaliger Fleischproduzent in einer Form in die Tat umgesetzt, die es möglich macht, wieder hinzuschauen und mit gutem Gewissen zu sagen: “Wir müssen töten, um zu leben, wir leben von anderem Leben.

Während der einstige Entwickler des europäischen Fleischkonzerns Herta kurz vor dem Rentenalter mit dem Zitat: „Mir war schlagartig klar, dass Fleisch von derart gequälten Tieren keine lebensfördernde Nahrung für uns Menschen sein kann.“ gerade noch die Kurve zur ökologischen Landwirtschaft macht, blühen in deutschen Städten sogenannte “Tafelgemeinschaften”, damit Mensch zumindest eine warme Mahlzeit am Tag zu sich nehmen kann. Die LZ nannte es vor Jahren schon “Karitatives Engagement aus dem Überfluss“.

Verlorene Ehre – Der Irrweg der Familie Sürücü

am 28. Juli 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

© RBB/WDR
Länge: 45 Minuten
Film von Matthias Deiß und Jo Goll

Tatort: Edel sei der Mensch und gesund

am 08. April 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Tatort-Folge 796
Regie: Florian Froschmayer nach einem
Drehbuch von Dinah Marte Golch und Gerhard J. Rekel
Erstausstrahlung: 4. April 2011 in der ARD
produzierender Sender: RBB

Hommage an Japan

am 27. März 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

„Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der einem erklärt:
Das ist technisch unmöglich.“

(Sir Peter Ustinov)

Was soll man nach Erdbeben, Tsunami, Reaktorüberschwemmung, Nachbeben noch sagen? Für mich am treffendsten hat es ein Sprecher der Bäuerlichen Notgemeinschaft einen Tag nach dem Beben am 12. 3. ausgedrückt, indem er darauf sinngemäß hinwies: Wir kämpfen seit über dreißig Jahren gegen Atom-Kraft und die damit verbundenen Gefahren für den Menschen. Wir werden nie aufgeben. Und Fukushima ist nur ein Beispiel dafür, dass der Einsatz unverantwortlich ist. Wir müssen zusehen, wie in Zeitlupe die Situation eskaliert, weil niemand da ist, der diese Katastrophe verhindern kann.

Film: Tod einer Richterin

am 12. März 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Auf den Spuren von Kirsten Heisig
Film von Güner Balci und Nicola Graef
Erstausstrahlung: 9. März 2011 in der ARD
produzierender Sender: WDR

Für die einen war sie die “Richterin Gnadenlos“, für die anderen die ‘Mutter Courage‘ der Berliner Justiz. Bundesweit bekannt wurde Kirsten Heisig durch die schnelle und konsequente Strafverfolgung krimineller Jugendlicher und durch ihr Buch “Das Ende der Geduld“. Besonders den – ihrer Meinung nach – laxen Umgang des Staates mit straffälligen Migranten kritisierte sie vehement. Die strenge Jugendrichterin hatte sich viele Feinde gemacht.

Die Erde spricht…

am 12. März 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,
habt mich verletzt und ausgebeutet.
Seit ewig hab ich euch gegeben,
was alles ihr gebraucht zum Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,
lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt,
was ich euch bot, betreut, gehegt.
Doch in den letzten hundert Jahren
ist Satan wohl in euch gefahren.

Was in mir schlummert, wird geraubt,
weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,
verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,
umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,
seid stolz, wie weit ihr es gebracht.


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