Da leben wir Wendländer
Das Wendland ist eine Landschaft im Grenzbereich der heutigen vier Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Kern ist das Hannoversche Wendland im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg. Rein geographisch stellt das Wendland den östlichen Randbereich der Lüneburger Heide dar. Die durch den Höhenzug des Drawehn geprägte Hügellandschaft ist aufgrund unfruchtbarer und wasserdurchlässiger Böden sehr siedlungsunfreundlich und von daher nur sehr schwach strukturiert. Überregionalen Ruf erlangte die Region erst seit Ende der 70er mit den wachsenden Protesten gegen das Atommülllager Gorleben und 1980 mit der Ausrufung der “Republik Freies Wendland“. Mit dem Kampf um ihre Existenz sind die Menschen, die dort Leben, seit je her konfrontiert: Ist es nicht das Wasser, dann ist es der Castorzug mit seiner tödlichen Ladung. Ausgleich für diesen Kampf ist ein Leben inmitten von Natur pur – und das in Ortschaften mit Namen, die ihresgleichen suchen. Gorleben klingt in dem Zusammenhang schon fast zu gewöhnlich, denn Salderatzen, Dickfeitzen, Meußließen oder Penkefitz sind selbst für die Zunge eines sprachgewandten Mitteleuropäers eine absolute Herausforderung. Umso schöner, dass Stefan Hallberg den unzähligen Siedlungen 2008 gleich ein ganzes Lied gewidmet hat: Da leben wir Wendländer
Zum Vergleich: Angesichts der Ereignisse in der Region wurde 2010 pünktlich die Bluesversion Stopp Castor produziert und dem Frust zwar zungenbrecherisch, aber Luft gemacht:
Mit dem Nachsingen bei NiX13 könnte es allerdings ein Problem geben.
=================================================
siehe auch:
» Wendland: Gorleben soll leben
» X-tausendmal im Wendland
» 13. November 2010 – Nach NiX12 ist vor NiX13
« Zurück







