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Mitmachaktion: Solidarität für Bildungsfreiheit

Im November 2010 wurden Christiane Ludwig-Wolf und Andreas Jannek vom Amtsgericht Münsingen zu einem Bußgeld von 200,- € jeweils pro Elternteil verurteilt, weil ihre Kinder frei lernen und damit der Schulpflicht nicht nachkommen. Inzwischen ist dieses Urteil rechtskräftig und zwischen den Jahren verschickte die Staatsanwaltschaft Mahnungen von insgesamt 706,00 € (400,00 € Strafe + 306,00 € Kosten).
Wir bitten Sie/Euch um Unterstützung, in dem Ihr 2,- € (ein Euro für Andreas, einer für Christiane) an die Staatskasse überweist. Damit entlastet Ihr sie und bringt gleichzeitig Eure Solidarität zum Ausdruck.

Ganz praktisch funktioniert das so:

Schaut auf der Seite http://bvnl.de/index.php/aktuelles/aktionen nach, wie viel Geld noch zu zahlen ist. Der Verein aktualisiert regelmäßig den aktuellen Zahlungsstand. Das ist notwendig, damit nicht zu viel Geld überwiesen wird.

Dann überweist Ihr 2,- € (bitte nicht mehr – das Geld soll von möglichst vielen Menschen aufgebracht werden) auf das Konto der
Landesoberkasse BW, Baden-Württembergische Bank, BLZ: 60050101, Kontonummer 7469534608 [Bei Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE17 6005 0101 7469 5346 08 , BIC: SOLADEST ]
Verwendungszweck: Christiane Ludwig-Wolf, 44457028498609 und Andreas Jannek, 44457028496839

Danach schreibt bitte eine E-Mail an christiane@bvnl.de mit dem Betreff „Bußgeld für Bildungsfreiheit“ und dem Datum der Überweisung, damit wir den Überblick behalten, wie viel Geld bezahlt wurde.

Bitte gebt diesen Aufruf auch an Bekannte und Freunde weiter.

Bei Facebook hat der Verein dazu eine Veranstaltung erstellt: http://www.facebook.com/events/356450941037592/

Druckvorlage für den Aufruf. Je nach Druckereinstellung kann man damit auch den Aufruf zweimal in DIN-A5 auf ein DIN-A4 Blatt drucken: http://www.bvnl.de/…/mitmachaktion_solidaritaet_fuer_bildungsfreiheit.pdf

Damit es auch hören, sehen und verstehen können: Geht hinaus und sprecht Eure Nachbarn an, fragt die Bibliothekarin, den Kassierer im Supermarkt oder einfach Passanten auf der Straße…. Und habt gute Gespräche über Bildung ohne Schule!



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Kommentare
  • 22. März 2012 um 14:03h:

    616 € von 706,00 € bis jetzt überwiesen.
    Noch 45 UnterstützerInnen gesucht.

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    • 12. April 2012:

      642 € von 706,00 € bis jetzt überwiesen.
      Noch 32 UnterstützerInnen gesucht.

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      • Mission erfüllt! +++ Die Staatsanwaltschaft hat sich gemeldet. Die 706 € Bußgeld und Gerichtskosten für Christiane und Andreas sind gezahlt. Es bleiben sogar 20 € über, die an das Konto des BVNL gehen. Vielen Dank an die vielen Unterstützer! Vielen Dank für die Überweisungen und für die Verbreitung des Aufrufs!

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  • Verdummt noch mal!

    Der unsichtbare Lehrplan oder: Was Kinder in der Schule wirklich lernen. John Taylor Gattos „Dumbing Us Down“ auf Deutsch Schule macht dumm. John Taylor Gattos diagnostisches Resümee nach über drei Jahrzehnten als preisgekrönter Lehrer im staatlichen System ist so explosiv wie schockierend. Sein Anliegen ist die Aufklärung darüber, was in der Schule tatsächlich passiert, welche Rolle dem Lehrenden dabei zukommt und welch fatale Wirkung die Beschulung von Kindern auf unsere Gesellschaft hat. Die Darstellung kollektiver, tabuisierter Erfahrung hat dem Autor dieses USamerikanischen Bestsellers von 1992 über 15.000 zustimmende und dankbare Zuschriften beschert. Ein Buch, das verbalisiert und erklärt, was so viele betrifft; bestehend aus ehrlichen, leidenschaftlichen und beinahe aus dem Stegreif gehaltenen Vorträgen. Schule und Bildung sind unvereinbar Durch die Manipulationen der „berühmten sieben Gatto-Lektionen“* des versteckten Lehrplans …
    - Verwirrung,
    - Kastenzugehörigkeit
    - Gleichgültigkeit,
    - emotionale und intellektuelle Abhängigkeit,
    - labiles Selbstbewusstsein und
    - allgegenwärtige Kontrolle
    … werden abhängige, deformierte Charaktere erzeugt, deren lenkbares, vorhersehbares Verhalten nur zu lebenslanger Unterordnung befähigt. Die fast vollständige Inanspruchnahme der Lebenszeit der Heranwachsenden durch Massenmedien und Schule nimmt ihnen die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung und individuellen Entfaltung, also zur Selbsterkenntnis, die Voraussetzung für wahre Bildung ist. Gatto kommt zu dem Ergebnis, dass er als Lehrer dafür bezahlt wird, Kinder am Lernen zu hindern; dazu lässt die „pathologische Schule“ niemanden unbeschadet, der mit ihr zu tun hat – Kinder wie Erwachsene. Als „größten Triumph“ des Systems der staatsmonopolistischen Zwangsbeschulung bezeichnet er die Tatsache, dass sich kaum jemand vorstellen kann, die Dinge anders zu regeln; Lesen, Schreiben und Rechnen bieten jedoch nur vordergründig die Rechtfertigung für jahrelange Indoktrination. Das ungeschriebene Ziel jeder Institution ist ihr Wachstum – Netzwerke versus echte Gemeinschaften Gatto, auch Autor von „The Underground History Of American Education“ (2001), bezieht historische Betrachtungen in seine Überlegungen ein und plädiert – in Besinnung auf die frühe Zeit der neuenglischen Kolonien in Nordamerika – für dezentrale Selbstverwaltung, die Raum für individuelle Lösungen lässt. In aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen wie Netzwerken und künstlichen Gemeinschaften (Schulen) sieht er die Fragmentierung der Persönlichkeit, die durch spätere Integration ausgeglichen werden müsste, was häufig nicht geschieht. Langfristig wird die Fähigkeit, echte Gemeinschaften zu bilden (Familien, Gemeinwesen), verlernt; Symptome eines Zerfalls der Gesellschaft gibt es überall. „Das Schulsystem ist nicht reformierbar, weil es so erfolgreich ist.“ Das Versagen des Bildungssystems ist offensichtlich und beschert uns seit Jahrzehnten unendliche Debatten. Die beiden Reformansätze – der mechanistische, der formale Veränderungen propagiert, und der kriminalistische, der die „Bösen“ sucht und zu eliminieren versucht – sind beide verfehlt, weil die Bildungsfrage nur individuell beantwortet werden kann. Wir brauchen weniger Schule, nicht mehr, lautet Gattos Plädoyer. Und: Echte Bildung erkennt man daran, dass sie so gut wie nichts kostet. Schule ist antidemokratisch, sie ist das herrschaftserhaltende Mittel schlechthin Gatto gelingt es, in aller Kürze mit unabweisbarer Klarheit und Transparenz seine Beobachtung zu vermitteln, dass die Methode der Zwangsbeschulung ihr Inhalt ist. Dass dieser Fakt den allermeisten Erwachsenen verborgen bleibt und Eltern unfähig sind, nur zu denken, dass die Schule schlecht sei, in die ihr Kind geht, führt Gatto auf die „gute Beschulung“ der Eltern selbst zurück. Das Schulsystem bezeichnet er als riesiges, von seinem Wesen her parasitäres Jobprogramm, dessen Leidtragende die Familien sind, denen neben ihrer eigenen Zerstörung durch die abgeschnittene Interaktion zwischen Kindern und Eltern auch die stetig steigenden Kosten, die es verursacht, aufgebürdet werden. Schullektüre für SchülerInnen Freunde der Bildungsfreiheit und alle aufrechten Demokraten dürfen die Übersetzung dieses Bändchens feiern, das mit zwei Vorbemerkungen angereichert wurde. Gattos Text hat die Kraft, Augen zu öffnen; es erweist sich für uns alle als relevant, schließlich sind wir Produkte des beschriebenen „social engeneerings“. Ein absolutes Muss für Lehrende, Eltern und „Experten“, die sich zum Thema Bildung kompetent einmischen wollen. Als Schullektüre zu empfehlen!

    Über den Autor

    John T. Gatto war mehr als drei Jahrzehnte lang mit Leib und Seele Lehrer und zieht anlässlich mehrfacher Auszeichnungen als »Lehrer des Jahres« in New York eine überraschende Bilanz für seinen Beruf sowie die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von allgemeiner Schulpflicht. Das Buch löste in den USA eine Schockwelle an Diskussionen über das Prinzip Schule aus. Von den 100.000 Menschen, die sein Buch kauften, machten über 15.000 sich die Mühe, Gatto persönlich zu schreiben. Es ist schockierend, aber auch befreiend zu lesen. Ein Muss für Eltern und Lehrer.

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