Projekt: Wir sind Loriot
Der Dokumentarfilm „Wir sind Loriot“ folgt den Spuren, die Loriot im deutschen Alltag und im Humor der Deutschen hinterlassen hat. Kein anderer Humorist wird so oft zitiert. Wenn die Nachspeise in einem Lokal geteilt wird: „Genau die Hälfte!“. Wenn der Weihnachtsbaum geschmückt wird: „Früher war mehr Lametta!“ oder wenn das Frühstücksei mal wieder hart ist: „Vielleicht stimmt da mit deinem Gefühl was nicht!“. Der Film begibt sich auf eine bizarre Reise durch deutsche Wohn‐ und Esszimmer, dem Loriot’schen Witz hart auf den Fersen.
„Die Deutschen haben keinen Humor, die Deutschen haben Loriot!“
Dieter Wedel
Loriot führte uns Alltagskatastrophen gnadenlos peinlich vor, realistisch wie im echten Leben. Wenn ich mit einer Bananenschale in der Hand nach einem Mülleimer Ausschau halte, dann fühle ich mich wie in einem seiner Sketche. Und genau dieses Gefühl will Sell mit „Wir sind Loriot“ auf die Leinwand bringen. Seine Sketche sind zur Redensart geworden. Jeder von uns hat Momente erlebt, in denen Loriot ihn heimsuchte.
Mit dem Film begeben wir uns auf eine bizarre Reise durch deutsche Wohn- und Esszimmer: Wo sind die Badeenten, Jodeldiplome und mausgrauen Sitzmöbelgarnituren? Gibt es noch die Staubsaugervertreter, die der deutschen Hausfrau mit dem Saugblaser Heinzelmann zu Leibe rücken? Wo sind die Pappas ante portas und Ödipussies der Nation? Und schließlich suchen wir einen würdigen Nachfolger für Loriot. Wer kann den Sketch „die Nudel“ oder „Feierabend“ am überzeugendsten spielen? Natürlich richtet der Film sich auch an weibliche Fans und Laiendarstellerinnen, denn was wäre Loriot ohne Evelyn Hamann?
Alle sind dazu eingeladen, die eigenen Interpretationen Loriots zu filmen, einzuschicken und in vielfältiger Weise am Gelingen des Filmes mitzuwirken: Im Team, als Darsteller oder als Geldgeber. Gemeinsam soll so zum 90. Geburtstag Loriots ein besonderes Andenken geschenkt werden!
loading...
loading...
Martin Sell ist geboren am 28. Juli 1977 in Speyer. Er studierte von 1997 bis 2001 an der “Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences”. Seine Diplomarbeit schrieb er über die “Aufwertung des Dokumentarfilmes durch die Auswertung von Nebenrechten”. 1998 erhielt er ein Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung zur Förderung des journalistischen Nachwuches (bis 2001).

Kommentar #983 vom 26. September 2011 at 06:52
Oha, da fällt mir alleine aus ‘Pappa ante Portas’ so massig viel ein, da kommen die mit dem Casten nie durch. Die Teilnahmebedingungen für Beiträge liegen hier:
loading...
Kommentar #1029 vom 18. November 2011 at 19:58
Bis es soweit ist: Hier in einem Clip Christine Prayon und Helge Thun mit ihrer Neufassung von Loriots berühmten Badewannensketch. Oder: zwei FDP Minister im Dienstwagen! Live aufgenommen in der Comedy Stube in Tübingen. Gast: Bademeister Schaluppke. Juli 2010. Viiiiiiiel Spaß!
loading...