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Dortmunder Verein muss für Kinderlied GEMA zahlen

Während wir einerseits im Fall GEZ positiv berichten konnten, schlägt andererseits kurze Zeit später ein zweiter Gebührendienst gnadenlos zu: Die GEMA, Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Casus Cnacktus: 30 Kinder hatten auf dem Weihnachtsmarkt im Dortmunder Stadtteil Holzen “Oh Tannenbaum”, “Kling Glöckchen” und “Jingle Bells” gesungen. Nun müssen sie dafür 23,01 Euro an die GEMA zahlen.
Die Veranstaltung war, wie der GEMA gemeldet: öffentlich – auf einem Parkplatz – und eintrittsfrei. Geht’s noch? Ja, nämlich genauso wie bei der GEZ: Wenn der Veranstalter brav die Beweisumkehrlast erfüllt, dann wird die Rechnung storniert.

Das kann demzufolge nur der erste Schritt der GEMA im Kampf gegen die trällernde Allgemeinheit als gemeine Raubsänger sein. Was ist mit meiner unangemeldeten Aufführung von “Alles Gute zum Geburtstag” bei Oma? Vom lauten, auch die Nachbarschaft beschallenden Gesang unter der Dusche ganz zu schweigen. Es gibt also noch viel für die GEMA zu tun. Und ehe man es sich versieht, befindet man sich ganz schnell inmitten Matthias Deutschmanns “Mein Kampf gegen die GEMA”:

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siehe auch:
» Rio Reiser-Haus mutt blieven!

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Kommentare
  • theresa
    Kommentar #576 vom 13. November 2010 at 17:14

    Gema kassiert bei Martinszügen ab

    Kindergärten müssen 56 Euro bezahlen, wenn sie für Martinszüge aktuelles Liedmaterial auf Zettel kopieren. Die Gema sagt: Wer nicht zahlt, handelt illegal. Dies alles mit der Begründung, dass in DE ein absolutes Kopierverbot für Noten gilt. Die Gema tritt in diesem Fall als Inkasso für die VG auf.

    Quellen: taz vom 11.11.2010
    Stellungnahme der VG vom 28.10.2010

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  • Na, wenn schon, denn schon Argumente auf den Tisch:

    Stellungnahme zum Fotokopieren in Kindergärten
    Beitrag vom 28.10.2010

    In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Medien über das Kopieren urheberrechtlich geschützter Lieder in Kindergärten und die damit verbundenen Lizenzgebühren berichtet. Aufgrund der zum Teil fehlerhaften und lückenhaften Berichterstattung nehmen wir zu diesem Sachverhalt nochmals wie folgt Stellung:

    1. Grundsätzlich besteht in Deutschland gemäß § 53 Abs. 4a UrhG (Urheberrechtsgesetz) ein Kopierverbot für Werke der Musik. Es gibt nur wenige Ausnahmen (z.B. Archivkopien), die im Zusammenhang mit der Herstellung und Nutzung von Fotokopien in Kindergärten allerdings keine Rolle spielen.

    2. In der Vergangenheit gab es für Kindergärten keine Möglichkeit, legal Kopien von einzelnen Liedern anzufertigen. Es mussten grundsätzlich komplette Liederbücher käuflich erworben werden, aus denen aufgrund der eindeutigen Gesetzeslage nicht kopiert werden darf.

    3. Die VG Musikedition bietet nun die Möglichkeit, Noten und Liedtexte für die musikalische Früherziehung, den vorschulischen Unterricht, Musikprojekte oder das Singen in der Gruppe kopieren zu können.

    4. Die Lizenzgebühr für das Erstellen von bis zu 500 Kopien beträgt EUR 56,- pro Jahr; für kirchliche oder kommunale Kindergärten sogar nur EUR 44,80. Bei der Tarifgestaltung wurde sorgfältig zwischen den Interessen der Urheber und dem besonderen Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kindergärten abgewogen. Darüber hinaus handelt es sich lediglich um ein Angebot für Kindergärten. Falls auf die Herstellung von lizenzpflichtigen Kopien verzichtet wird, besteht demnach auch keine Verpflichtung zur Zahlung der Vergütung.

    5. Aufgrund des gesetzlich verankerten Kopierverbotes für Noten erhalten die Rechteinhaber (Komponisten, Textdichter, Musikverlage) folgerichtig auch keinen Anteil aus den so genannten Geräte- und Betreiberabgaben. Es wird demnach auch nicht „doppelt“ kassiert.

    6. Autoren und Verlage stellen aufwändige Publikationen mit Kinderliedern her. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und musikalischen Bildung von Kindern. Die Zahlung einer Vergütung für das Kopieren von Noten und Liedern ist lediglich eine kleine Kompensation für nicht verkaufte Druckausgaben und sichert somit auch in Zukunft die Publikation neuer Kinderlieder.

    7. Auch die allgemein bildenden Schulen in Deutschland bezahlen für das Kopieren von musikalischen Werken eine Vergütung.

    8. Die Kostenquote der VG Musikedition liegt derzeit bei rund 13 %. Das heißt, dass 87 % der Erträge an die Rechteinhaber ausgeschüttet werden.

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    • Der Bundesverband der kommunalen Spitzenverbände (bestehend aus Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Städtetag und Deutscher Landkreistag) hat einen Pauschalvertrag mit der GEMA abgeschlossen hat. Dieser Pauschalvertrag gestattet die Musiknutzung in Schule, sofern sie nicht durch § 52 Abs. 1 Satz 3 UrhG privilegiert ist. Diese Regelung für KiTas wurde schlicht und ergreifend übersehen.

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