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Im Namen des Volkes

Man mag von Fratzebuch halten, was man will. Am Ende ist es ein wirksamer Aufmerksamkeitserreger. Da wird nicht groß lamentiert, sondern da regiert der freundliche Imperativ: “Gucken und Teilen! Bitte!!” Und unter 1.000 Hinweisen tut sich schon mal eine solche Perle auf.

Die Macherin schreibt: “Ich wurde gebeten mal ein Vid zu machen, das man auch all jenen Verwandten, Freunden und Family zeigen kann, die sich noch nich` mit den Themen beschäftigt haben, .. einfach um, ohne viel Überzeugungsarbeit, aufzuzeigen, dass die Dinge keineswegs besonders gut laufen, auf dass sie erkennen, dass es wichtig ist aktiv zu werden, weil es JEDEN braucht, um etwas zu verändern.

JEDER ist wichtig ! **** D U bist WICHTIG !

Es ist also sozusagen DAS Vid für den
“Sonntags-Family-Treff”, .. und das meine ich jetzt voll Ernst
… ;-)))”

Liebes Stimmvieh, herzlich Willkommen im Tal der Ahnungslosen!

Dass Politiker nicht immer ziemlich helle sind, wissen wir spätestens seit Helmut Kohls „Ich weiß nicht, was der französische Staatspräsident Mitterand denkt, aber ich denke dasselbe.“ oder Sudel-Edes „Ich weiß, was es heißt, Mutter von drei Kindern zu sein!“ Dass aber zwischenzeitlich die Fachkompetenz unserer Politiker auf eben diesem Niveau anzusiedeln ist, das erschüttert doch und zertrümmert hier und jetzt jede Illusion auf spontane Besserung. Pures Nichtwissen wird hoch dotiert und in hoher Termindichte für viel Geld von A nach B geflogen, um nach langer Diskussion die falschen Entscheidungen zu treffen.

Helmut Schmidt: “Demokratie ist nur möglich, wenn wir unseren Repräsentanten in Parlamenten und Regierung glauben können. Wir sind darauf angewiesen, ihnen zu glauben, dass sie die Wahrheit sagen – ihre subjektive Wahrheit natürlich – und dass sie ihren subjektiven Überzeugungen gemäß handeln. Sie dürfen dabei weder lügen noch täuschen.” (DIE ZEIT 1987/26/10:1) Diese fromme Theorie gilt auch nicht mehr, sondern wir sind wieder bei Lukas 23 angekommen: “Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!” Was unterscheidet dann aber noch Stammtisch- von der Spitzenpolitik? Die Qualifikation kann es nicht sein. Nein, es sind die Diäten. Es geht also wieder einmal ums liebe Geld.

Wenn ein Parlamentarier aus der Hamburger Bürgerschaft einem Landtagsabgeordneten aus NRW gegenübersteht, dann steht ein 1:4-Verhältnis im Raum. Ich kann nicht gerade sagen, dass die Rüttgers und Röttgens mir bislang sonderlich mit ihren Fähigkeiten imponiert haben. Eher im Gegenteil. Vielleicht erklärt es nur, warum Schmidt Schnauze selbst als Altkanzler nach über 50 Jahren immer noch inmitten alter Langenhorner Reihenhaussiedlungen wohnt. Es hat was von hanseatischem Understatement, aber das bringt selbst über 90jährig noch eine geballte Ladung politische Kompetenz locker rüber. Gut, dass der Fuhlsbütteler Flughafen gleich um die Ecke von Langenhorn ist.

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