Brainpools Eurovision Song Contest 2010
am 22. Mai 2010 unter Netzwelt abgelegtAm Samstag, dem 29. Mai ist es endlich soweit: Dann wird wieder der beste Song Europas beim Eurovision Song Contest 2010 (ESC) gesucht. Die deutsche Hoffnung liegt seit Stefan Raabs genialem Schlag in der öffentlich-rechtlichen ARD bei Lena Meyer-Landrut. Ein echter Brainpool-Coup: Kein Technologie-, sondern Publikumstransfer.
Die crossmedial verbratene Zirkusnummer wird schon vor dem eigentlichen Event entzaubert: So schreibt Der Tagesspiegel über „Lenas markant-kehlige, aber doch deutlich limitierte Stimme“, während Spiegel Online ihr mittlerweile das Prädikat „Imitation statt Innovation“ verleiht und Lenas Platte als „zusammengeschustertes Potpurri“ bezeichnet. Der britische Musikjournalist Mark Espiner macht sich über ihren englischen Akzent lustig und lästert: „Lena mixt mutwillig und mies Dialekte und hört sich an wie ein schwedischer Sprachtherapeut, der Ali G. imitiert.” Die Boulevardpresse hat die Messer gewetzt und eins nachgesetzt. Spätestens an der Stelle war klar, wer da wen warum an die Spitze gecastet hat und Jennifer Braun mit Teeniespeck unterstreichendem Querstreifenlook auftreten musste. Aber sind wir mal ehrlich: Auf der Bühne, auf der schon Wadde hadde dudde da oder Piep, piep, piep, ich hab’ Dich lieb geschmettert wurden, auf der hat auch noch so ein Wald-und-Wiesen-Lied wie “Satellite” platz.




Unter Mitwirkung von Laura Kröger, Franziska Hense, Stephanie Weisser, Jana Wagner, Alina Ostermann, Kaddy (alias Katharina Syttkus) als Leadsängerin und dem Hamburger Gitarristen

