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“Gutten Appetit!”, süße Lallbacke

am 04. Februar 2012 unter Netzwelt abgelegt

Unser aller Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg erlebte am Donnerstagabend in einem Café in Berlin-Friedrichshein eine süße Überraschung: Spaß-Aktivisten der „Hedonistischen Internationalen“ drückten Guttenberg mitten im Gespräch mit Piraten-Politiker Stephan Urbach eine Torte ins Gesicht. Die so getortete Lallbacke nahm die Attacke mit Humor.

„Wir, die Digitalen Konditoren in der Hedonistischen Internationale haben heute in einer einzigartigen Kooperation mit Anonymous in der #OpCreamStorm Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg getortet.“

Die Digitalen Konditoren in der Hedonistischen Internationale

Facebooks “Chronik” wird Pflicht

am 26. Januar 2012 unter Netzwelt abgelegt

Die Medien haben es bereits berichtet: Facebook wird in den nächsten Wochen die Timeline für alle einführen. Dadurch verwandelt sich das private Profil in eine Art Tagebuch, in dem die Nutzeraktivitäten seit seiner Geburt, beziehungsweise seit dem Facebook Beitritt chronologisch aufgelistet werden. Eine Funktionsänderung, die durchaus kritisch beäugt wird.

Nach Umschaltung werden die Nutzer sieben Tage Zeit haben, ihre eigene Timeline, in Deutschland Chronik genannt, “zu säubern”: Alle Beiträge können gelöscht oder die Sichtbarkeit der Beiträge entsprechend angepasst werden.

Die zwölf Facebook-Typen

am 23. Januar 2012 unter Netzwelt abgelegt
  1. Der „Hahn“ – Er denkt, dass es sein Job ist, Facebook täglich einen „guten Morgen“ zu wünschen.
  2. Der „Unsichtbare“ – Nie postet oder kommentiert er etwas zu deinen Postings, aber er liest alles.
  3. Die „Hyäne“ – Niemals sagt sie wirklich etwas, aber „lacht“ (smiled) zu allen Beiträgen.
  4. „Herr und Frau Populär“ – Sie haben mehr als 4.000 Freunde und keinen Grund dafür.
  5. Der „Spieler“ – Er spielt Words mit Freunden, Mafia Wars, backt virtuelle Kuchen und Sonstiges, den ganzen Tag lang.
  6. Der „Zyniker“ – Er hasst sein Leben und alles darin, wie man an dem düsteren Unterton all seiner Postings unschwer erkennen kann.

Stille Gewalt

am 06. Dezember 2011 unter Sehen abgelegt

Schülermobbing im Internet
© 2011, WDR
Länge: 43 Minuten
Film von Lena Rumler


In unserer FB-Cybermobbing-Gruppe hören wir ganz oft von Kindern, Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen: “Das kannst du nur ignorieren. Rechtlich ist da nicht viel zu machen!” Hier ist endlich mal ein anderes Beispiel: Chantal, 17, lässt ihre Mobbing-Geschichte nicht los. Anfangs wollte sie einfach nur dazu gehören: Sie stellte ihr Profil bei Schüler-VZ ein. Die Möglichkeit, übers Internet zu klatschen und zu flirten, fand sie klasse. Bis sie plötzlich eine zweite Seite über sich bei Schüler-VZ fand. Ihr Foto war dort zur Hitler-Karrikatur verfremdet, zusätzlich standen dort unwahre Dinge wie, dass sie eine Streberin und lesbisch sei. Einige Tage später erreichten sie über Schüler-VZ Gewaltandrohungen.

Alles Fratze, oder was?

am 29. September 2011 unter Netzwelt abgelegt

Wenn Sarah Kuttner sagt: “Ich habe eine Internetsite und eine E-Mail-Adresse. Schluss.“, dann beginnen zumindest ihre Fans darüber nachzudenken: “Äh, wieso? Nicht mal Facebook?” Knapp 30 Millionen Deutsche können doch nicht irren?!
Oh, doch. Tun sie – und das nicht nur bei der letzten Bundestagswahl. Deshalb wird so manch einer die Antwort darauf schon kennen. Es interessieren einen die sich ständig wiederholenden Glückskekse anderer einfach herzlich wenig, und auf Kommentare, Meinungspupse und Affirmationen dritter kann man ebenso verzichten wie auf Verleumdungen, Beleidigungen oder gar Nötigungen solcher, die meinen, sie seien der allmächtige Herr der Zwinge.

Der Zug des Lebens

am 31. März 2011 unter Verstehen abgelegt

Das Leben ist wie eine Reise im Zug:
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei manchem Aufenthalten
angenehme Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei anderen.
Wenn wir geboren werden, und in den Zug einsteigen treffen wir Menschen,
von denen wir gauben, dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden: unsere Eltern.

Leider ist die Wahrheit einer andere.
Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung,
ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.

17. Jan. 2011 – Cybermobbing

am 17. Januar 2011 unter BlogHystorie abgelegt

Aus gegebenem Anlass haben wir auf Facebook die Gemeinschaftsseite “Cybermobbing” eröffnet. Woran liegt es, wenn vormals beste “Freunde” ins Abseits der “Geschlossenen Gesellschaft” geraten, und wie kann man es überhaupt verhindern? Worin liegt der Unterschied zu internetten Vorformen wie Fido, CIS, WildCat und Co. zur heutigen Foren- oder auch FaceBook-Kommunikation? Es ist die MASSE Mensch und die Möglichkeit der anonymisierten Veröffentlichung.

Thematisiert werden in Anlehnung an Willard (2007) acht verschiedene Ausprägungen des Cybermobbings (aus: Gewalt im Web 2.0; Grimm, P./Rhein, S./Clausen-Muradian, E.; Hrsg: NLM, 2008) für Eltern, Lehrer und Betroffene. Mit aktuellen Beispielen aus der Netzwelt und möglichen Gegenmaßnahmen zu Flaming, Harassment, Denigration, Impersonation, Outing and Trickery, Exclusion, Cyberstalking und Cyberthreats hoffen wir nicht nur präventiv arbeiten, sondern auch im Notfall eingreifen zu können. Hierzu kann der Beitritt zur geschlossenen Facebookgruppe “Facebook – Kommunikation oder Mobbing?” beantragt werden.

Pageballs.com, die Ratgeber Community

am 11. Oktober 2010 unter Netzwelt abgelegt

[Trigami-Anzeige] Pageballs.com ist eine noch junge kostenlose Community-Adresse, die ein Wissensportal und eine Menge Tipps beherbergt. Nach dem Motto “Du weißt was, dann schreib’ was.” kann jeder dort kostenlos einzelne Texte über ein frei gewähltes Thema verfassen und veröffentlichen. Die Einnahmen aus den Publikationen kann der Verfasser einem wohltätigen Zweck spenden oder selbst behalten.

Die Startseite zeigt dem interessierten Besucher bereits alles, was dieser wissen muss, um vielleicht selbst in der Community aktiv zu werden und einen eigenen Pageball (Textseite) zu erstellen: Über 30 verschiedene Themenkategorien stehen Hobbytextern und Bloggern zur Verfügung. Inhaltlich wird nahezu alles behandelt – von rein informativen Themen und Tipps aus dem Alltag bis hin zu speziellen Bereichen wie Computer/Elektronik, Entertainment, Foto/Kunst oder auch Gesellschaft, Finanzen und Gesundheit.

Vom Re- und Depublizieren

am 24. September 2010 unter Verstehen abgelegt

Es war einmal die freie Verfügbarkeit gebührenfinanzierter Inhalte und weil diese am 1. September 2010 gestorben ist, depublizieren ARD und ZDF noch heute. Selbst brave Gebührenzahler leisten zivilen Ungehorsam und informieren sich bitte wo?

11. Aug. 2010 – Die Liebe, die Parade und das Netz

am 12. August 2010 unter BlogHystorie abgelegt

Eigentlich hätte es ein gepflegtes Sommerloch werden können: heiß genug war es und Ferien sind in weiten Teilen der Nation immer noch. Statt dessen verzeichnen Mediencontroller wie IVW ganz neutrale 2,5% Aufrufplus bei Bild.de – tja, die zählen eben bei AtaSe nicht: wir haben 22% Zuwachs – statt des aus 20 Jahren Netzerfahrung erwarteten 50%igen Rückganges. Hatten wir uns doch erfolgreich nach oben gelensert und “Das Ende der Geduld” vorgestellt; ein Gleichbleiben der Besucherzahlen war garantiert. Dann kam der 24. Juli und nach einer fulminanten Eventankündigung das desaströse Ende der Loveparade 2010 in Duisburg. Ausschlaggebend für eine ausschweifendere Berichterstattung auf unseren Seiten war nicht das Ereignis selbst, sondern die Pressekonferenz am Sonntag danach: Es wurde spontan das Vier-Personen-Stück gegeben “Nach der Katastrophe ist vor dem Desaster.” Live war es einmal klassisch um den medialen Globus gegangen: Duisburg ist nicht nur chronisch pleite, sondern verantwortungslos und jetzt auch noch verwaltungstechnisch kopflos. Das Chaos war perfekt und der Aufschrei im Web 2.0 erinnert streckenweise an 9/11. Twitter, Facebook, Blogosphäre und Newscommunities lieferten aus dem Stand Suchlisten, Fotos, Videos und Augenzeugenberichte, die die Pressekonferenz zur absoluten Schmierenkomödie degradierten. Und selbst Verleger, die sonst gerne um ihren Content bangen, hatten in diesen Tagen Kommentar- und Pingfunktionen offen. Nur so war es möglich, binnen Stunden die Pointe des Duisburger Sonntagsquartetts erfolgreich zu kippen. Das ist sie, die Stunde des Boulevards. Schnell merkt man, wer warum wo mauert oder bohrt. Und auch nur so ist es zu verstehen, warum der Spiegel weniger profitiert als die Bild. Am meisten profitiert haben jedoch die Provider: Denn das Netz ist rund um die Uhr zwei Wochen lang gut überlastet worden. Zum Nachteil aller Hinterbliebenen und Beteiligten macht es die Wahrheitsfindung nicht schneller: Es wird Monate, ja vielleicht sogar Jahre dauern, bis alle Materialien ausgewertet sind und ein Gericht das Urteil spricht, um der Öffentlichkeit den Verantwortlichen zu liefern. Leider lehrt uns die Vergangenheit: die Menschen vergessen zu schnell. Zur Zeit ist es so, dass OB Adolf Sauerland den Zorn und die gesammelte Negativpresse auf sich zieht und somit sich viele andere dahinter verstecken – können.


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