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Hommage an Japan

am 27. März 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

„Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der einem erklärt:
Das ist technisch unmöglich.“

(Sir Peter Ustinov)

Was soll man nach Erdbeben, Tsunami, Reaktorüberschwemmung, Nachbeben noch sagen? Für mich am treffendsten hat es ein Sprecher der Bäuerlichen Notgemeinschaft einen Tag nach dem Beben am 12. 3. ausgedrückt, indem er darauf sinngemäß hinwies: Wir kämpfen seit über dreißig Jahren gegen Atom-Kraft und die damit verbundenen Gefahren für den Menschen. Wir werden nie aufgeben. Und Fukushima ist nur ein Beispiel dafür, dass der Einsatz unverantwortlich ist. Wir müssen zusehen, wie in Zeitlupe die Situation eskaliert, weil niemand da ist, der diese Katastrophe verhindern kann.

Duelle: Elizabeth Taylor gegen Richard Burton

am 25. März 2011 unter Verstehen abgelegt

Film von Stephan Lamby und Michael Wech

Michael Wech erzählt in dieser Dokumentation über die Szenen einer Ehe. Das wäre nichts ungewöhnliches, wenn es dabei nicht um die legendäre Hass-Liebe und damit um ein viel zitiertes Paradebeispiel von Sozialpsychologen ginge, das über das “normale” “Sie küssten und sie schlugen sich” weit hinaus geht: Das private Spiel in der Öffentlichkeit im Zusammenspiel mit der Macht der Medien. 1963 wird die Liebesaffäre zwischen Elizabeth Taylor (häufig auch: „Liz“ Taylor; *27. Februar 1932 in Hampstead, London; †23. März 2011 in Los Angeles, Kalifornien) und Richard Burton (*10. November 1925 in Pontrhydyfen, Wales; †5. August 1984 in Genf, Schweiz) öffentlich. Ein Skandal, denn beide sind verheiratet. Sie lassen sich von ihren jeweiligen Ehepartnern scheiden und heiraten. Doch der spätere Ehealltag des Traumpaares entwickelt sich zum Albtraum.

Reinhard Mey: Sei wachsam

am 23. März 2011 unter Verstehen abgelegt

Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen
sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,
die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
die dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen.

Und ich denk mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
ist ein Schritt nach ewig-gestern, ist ein Schritt zurück,
wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen;
sie nennen es Volk – aber sie meinen Untertanen.

All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
wenn du lernst zu übersetzten, was sie wirklich sagen.
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
“Halt du sie Dumm, ich halt sie Arm!”

Film: Tod einer Richterin

am 12. März 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Auf den Spuren von Kirsten Heisig
Film von Güner Balci und Nicola Graef
Erstausstrahlung: 9. März 2011 in der ARD
produzierender Sender: WDR

Für die einen war sie die “Richterin Gnadenlos“, für die anderen die ‘Mutter Courage‘ der Berliner Justiz. Bundesweit bekannt wurde Kirsten Heisig durch die schnelle und konsequente Strafverfolgung krimineller Jugendlicher und durch ihr Buch “Das Ende der Geduld“. Besonders den – ihrer Meinung nach – laxen Umgang des Staates mit straffälligen Migranten kritisierte sie vehement. Die strenge Jugendrichterin hatte sich viele Feinde gemacht.

Die Erde spricht…

am 12. März 2011 unter Ehrfurcht vor dem Leben abgelegt

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,
habt mich verletzt und ausgebeutet.
Seit ewig hab ich euch gegeben,
was alles ihr gebraucht zum Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,
lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt,
was ich euch bot, betreut, gehegt.
Doch in den letzten hundert Jahren
ist Satan wohl in euch gefahren.

Was in mir schlummert, wird geraubt,
weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,
verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,
umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,
seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

30 Jahre “Wetten, dass…”

am 12. Februar 2011 unter Sehen abgelegt

30 Jahre Fernsehunterhaltung, von einem, der aus dem Radio kam und dann seine fränkische Schnodderschnauze in die Kameras eines doch eher als bieder zu bezeichnenden Sender hielt. Und das ging gut! Auch wenn Moderator und Sendekonzept in die Jahre gekommen sind. Er selbst ist sich nicht zu schade, ästhetischen Ansprüchen genüge zu tun. Wenn etwas klemmt, dann ist es doch die Seite der Wetten. Die müssen spannend sein: schöner, höher, besser, schneller, gewagter, …




Auch eine zu Fall gebrachte Superlative schreibt Statistik:

  1. ‎Es gab 884 Wetten (ohne Saal- und Stadtwetten, und ohne die Unfall-Wette von Samuel Koch).

LED LENSER M14 im Test: Wo ist meine Lenser?

am 31. Januar 2011 unter Allgemein abgelegt

[Trigami-Review] Nachdem Spotti euch mit dem Film “LED LENSER® M14 AtaSe und die große Wunderlampe” die neue High-End Taschenlampe LED LENSER® M14 erfolgreich vorgestellt hat, und wir gezeigt haben, wie und wozu wir diese Taschenlampe gerne etwas zweckentfremdet einsetzen, hier ein weiteres Anwendungsbeispiel – diesmal wieder so mitten aus dem Leben gegriffen:

Bertolt Brecht: Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens

am 29. Dezember 2010 unter Verstehen abgelegt

Vor dem Fassen der allerbesten Vorsätze für das Jahr 2011 vielleicht doch noch einmal die Ideen für 2010 überdenken und bei Brecht kurz nachhaken:

Der Mensch lebt durch den Kopf
der Kopf reicht ihm nicht aus
versuch es nur; von deinem Kopf
lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
ist der Mensch nicht schlau genug
niemals merkt er eben
allen Lug und Trug.

Ja; mach nur einen Plan
sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch´nen zweiten Plan
gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben
ist der Mensch nicht schlecht genug:
doch sein höch´res Streben
ist ein schöner Zug.

Bitte helft! Brandanschlag auf Kita!!

am 20. Dezember 2010 unter Netzwelt abgelegt

Man kann den Schaden nur sehen, aber nicht verstehen: ein frisch sanierter Kindergarten in Berlin-Marzahn wurde durch Brandstiftung komplett zerstört

Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit haben Erzieher und Eltern in Berlin-Marzahn auf die Zerstörung der Kindertagesstätte “Knirpsenhaus” durch einen offensichtlich vorsätzlich gelegten Brand reagiert. Mehrere Räume im ersten Obergeschoss sind durch das Feuer vollständig ausgebrannt. Das Erdgeschoss ist ebenfalls erheblich beschädigt worden. Der Kita-Betrieb an der Raoul-Wallenberg-Straße ist auf unbestimmte Zeit unmöglich. Unbekannte Täter waren in der Nacht zu Donnerstag in das Gebäude eingebrochen und hatten, um die Einbruchspuren zu verwischen, in unterschiedlichen Räumen des “Knirpsenhauses” anschließend Feuer gelegt.

2. Advent – Feine Wintergeschichte

am 04. Dezember 2010 unter Verstehen abgelegt

Es war einmal ein recht unkonventioneller Spatz, der sich entschlossen hatte, diesen Winter definitiv nicht im Süden, sondern daheim zu verbringen.

Plötzlich wurde es so dermaßen kalt, dass er sich kurzfristig umentschloss: “Nix wie wech hier: Ab in den Süden!” Aber, … es war zu spät! Eiskristalle bildeten sich an seinen Flügeln, er fiel wie ein Stein zu Boden und landete steif gefroren auf einer Viehweide. Eine Kuh kam vorbei und bedeckte den kleinen Spatz mit einem großen Fladen. “Das…“, dachte der kleine Spatz, “das ist das Ende!” Aber nein, der große Fladen wärmte den kleinen Spatzen und ließ seine verfrorenen Flügel langsam auftauen. Warm und gemütlich wurde es ihm, er holte tief Luft und begann fröhlich zu zwitschern.


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