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24. Aug. 2011 – Ferien und kein Programm

am 24. August 2011 unter BlogHystorie abgelegt

Eine Schwalbe macht keinen Sommer. Ein Artikel keinen Blog. Firmenzusammenschlüsse, die es knacken lassen, ein wenig Politikerschelte und der LoPa-Jahrestag mit seinen vorhergehenden Dokumentationen waren mit ein Grund dafür, dass wir nach der diesjährigen KLP auf AtaSe recht zügig Ferienpause aufgefahren haben.

Loveparade Gedenkfeier 2011

am 18. August 2011 unter Verstehen abgelegt

Strömender Regen, bewegende Worte und ca. 7.000 Menschen in Trauer:  Die Gedenkfeier zur Loveparade-Katastrophe vor einem Jahr erinnerte an die 21 Opfer des 24. Juli 2010, deren Leben durch profane Planungsfehler beendet wurde.

Das war sie nun, die von der Landesmutter organisierte Trauerfeier. Es sind eigentlich nur Minuten der letzten 12 Monate, die an die Worte aus Krafts bewegender Trauerrede von vor einem Jahr erinnern:
Der Mensch, sein Wohlergehen und seine Sicherheit müssen die wichtigsten Leitlinien unseres Handelns sein – nicht der Profit.

02. Juni 2011 – Loser Loss oder Concept Art

am 02. Juni 2011 unter BlogHystorie abgelegt

Dass auch Menschen ohne Konzept etwas in Bewegung setzen können, das kennen wir ja schon aus dem Wendland. Mal mehr, mal weniger, aber gleichbleibend gastfreundlich – friedliebende Künstler eben. In Duisburg lautet das Konzept “Strategie”. Dahinter verbirgt sich leider oft nichts anderes als die glasklare Sippenhaft.
Mülldiskussionen
Den Inhalt meist unverstanden orientiert man sich lieber an der Nase im Gesicht. Folglich haben Einwohner klare Priorität beim Dauerspiel “Jeder gegen Jeden”. Gerät man dann in die Schusslinie platzender Placeblogger oder deren angeschrägten Kommentatoren, hat man zwar nicht mehr Besucher am Monatsende, aber ein halbes Gigabyte mehr auf dem Zähler. Es freut uns dennoch, dass bei 13.257 Besuchern im April 2011 der meist gelesene Artikel mit 674 Zugriffen der zur LED LENSER P5R war: AtaSe und der Lichtwicht. Die Idee, die noch ausstehende Verlosung einer P5R zu Gunsten eines besseren Durchblicks von Phil H ausfallen zu lassen, haben wir verworfen nachdem DerWesten signalisiert hat: Das ist hoffnungslos. Was hatten aber Phil H. und seine Sippe gesucht? Lukas Loss, Loveparade, Konni Hendrix. Am besten gleich Pressemitteilungen von Never Forget – auf AtaSe.de – ausgerechnet von jemandem, der selbst vorgibt, dass er keine Presse braucht? Zitat: “Wir brauchten keine Presse dazu, denn es war eine Aktion GEGEN DAS VERGESSEN.” Nicht verstanden? Macht nichts: Gemeint war damit die letzte Mai-Aktion im Karl-Lehr-Tunnel, bei der die Konturen sandgestrahlt wurden, was in Duisburg zu einem höllen Eklat führte… Cavandolis La Linea hat im Tunnel jetzt eine echte Chance :-)

Appell der Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade-Katastrophe und ihrer Angehörigen

am 02. Juni 2011 unter Verstehen abgelegt

…den Ort des Leidens und der Trauer nicht zerstören…

Blogpost wurde entfernt

Allem Anschein nach möchte diese Aktion ein anderes Ziel erreichen als sie vorzugeben scheint.

Gegen das Vergessen - Für den Erhalt der Rampe - mit einer würdigen Gedenkstätte.

Der Text des zum von Lothar Evers, Jürgen Hagemann, Janine Marsollek, Klaus-Peter und Stefanie Mogendorf initiierten Appell wurde laut Abmahnung “als urheberrechtlich geschütztes Werk ohne die erforderliche Einwilligung meines Mandanten übernommen [...]”

Wer null Möglichkeit anbietet, Basisarbeit in strukturierten Gruppen zu ermöglichen, den eigenen Appell aber auf der eigenen Facebook-Pinwand marktschreierisch serviert “Bitte unterschreiben, teilen und im Freundes- und Bekanntenkreis Unterschriften sammeln…” teilt dann anwaltlich mit: “Mein Mandant hat ausschließlich diesen Betroffenen gestattet, sein Werk entsprechend zu nutzen.”? Das ist spannend. Presse ja, aber die, die Unterschriften sammeln wollen, nein?

Lukas Loss: Loveparade Gedenken

am 30. April 2011 unter Netzwelt abgelegt

Der 24jährige Duisburger Art-& Mediadesigner hat das Unglück während der Loveparade zwar nicht live erlebt, aber in den folgenden Stunden und Tagen verfolgt. Er wohnt weniger als drei Kilometer von der Unglücksstelle entfernt. Viele seiner Freunde und Bekannten waren an jenem Tag bei der Veranstaltung. Diese räumliche und persönliche Nähe ließ ihn mit den Opfern und ihren Angehörigen mitfühlen und ihre Kritik am Umgang der Politik mit diesem Thema teilen.
Sehr schnell entwickelte er die Idee, an dieser Stelle ein Denkmal für die Betroffenen zu schaffen, um das Ereignis mahnend dokumentieren. Loss entwarf eine Vorlage für ein Reverse Graffitti, das er im so genannten Gelben Bogen, dem Tunnel, in dem das Unglück stattfand, anbringen wollte, und stellte dieses Konzept im August 2010 der Öffentlichkeit vor und setzte es im Januar 2011 mit Never Forget um. Dieser Artikel beschreibt, warum die Arbeit nicht fertiggestellt werden kann.

1. Advent – Winterschlaf

am 28. November 2010 unter Verstehen abgelegt

Es ist die dunkle Jahreszeit, und der dieses Jahr merklich früh einbrechende Frost sorgt dafür, dass sich viele Menschen in die eigenen vier Wände zurückziehen. Eine gelebte Angst all derer, die in diesen Tagen auf fremde Hilfe – im Sinne von Beistand – angewiesen sind. Darum auch an dieser Stelle Gedanken einer Mutter, die es nicht geschafft hat, das Leben ihres Kindes zu schützen.

Mitmenschen, nehmt uns Trauernde an

04. Okt. 2010 – Land ohne Stand

am 04. Oktober 2010 unter BlogHystorie abgelegt

Vom goldenen Herbst war der September 2010 weit entfernt. Näher dran: Der schwarze September. Ein Land im Widerstand, was die Regierung in jeder nur möglichen Façon dementiert. Gegen OB Sauerland, gegen die Laufzeitverlängerung, gegen die hochtrabende Managerentlohnung der HRE-Bank, gegen die Anhebung der Hartz-IV-Bezüge um fünf Euro,… Diese Liste ließe sich beliebig verlängern. Es gipfelt Ende des Monats beim Projekt Stuttgart 21. Demokratie zeichnete sich dort nicht mehr durch die Kraft auszutauschender Argumente aus, sondern durch Pfefferspray und Pflastersteine. Mit 600 Beamten hatte die Polizei am 30. September 2010 den am Südflügel des Bahnhofs gelegenen Teil des Schlossgartens mit Wasserwerfern räumen lassen und anschließend in der Nacht 25 alte Bäume gefällt, um mit den Tiefbauarbeiten für die Verlegung des Hauptbahnhofs beginnen zu können.

01. Sep. 2010 – Sommerloch im vernetzten Raster

am 02. September 2010 unter BlogHystorie abgelegt

Mit knapp 4.000 Besuchern und 55.000 Seitenzugriffen können auch wir nicht von einem Sommerloch 2010 sprechen. War keiner im Urlaub? Ich dachte, nur wir hätten den einschließlich Lago großzügig umshiftet. Stattdessen lag die Priorität bei der Ursachenklärung und der weiteren Suche nach Opfern der diesjährigen Duisburger Loveparade. Zwischenzeitlich hat auch Herr Schaller als verunstaltender Veranstalter der Loveparade die gesamten Aufzeichnungen vor Ort installierter Überwachungskameras bis 16.40h auf seiner Seite online gestellt. Aufmerksame Beobachter wissen auch ohne Betrachten seines animierten Zusammenschnitts bzw. des ungeschnittenen Materials: Die Aufnahmen verraten uns rein gar nichts über Einsatzbefehle, Befehlsketten und das Hilfeersuchen des Veranstalters an die Polizei. Und während diese gravierende Frage seit Wochen offen bleibt, gedenkt “Duisburg” am 4. September 2010 den Opfern der Loveparade, Sauerland klebt förmlich am Stuhl und Schaller eröffnet neue Studios… Wir spielen also immer noch: das Desaster nach der Katastrophe. Die Krönung: Es erfinden kleine, miese Typen Freunde und Freundinnen, die sie auf der Loveparade verloren haben wollen, die aber realiter nie existiert haben. Womit wir dann schon wieder
a) bei Pisa wären: Sind unsere Sanitäter schon so blöde, dass sie nicht mehr bis paarundzwanzig zählen können?
b) bei den inhumanen Manieren der rechten Szene wären. Sie gehen über Leichen. Warum auch nicht? Unser Duisburger Sonntagsquartett tut’s ja auch. Und wie die Mutter von Giulia feststellt: bis heute ohne jegliche Konsequenzen.
Den kaiserlichen Status erreicht die Debatte dann, wenn man fragt: Wem gehört nun eigentlich das Asbest-verseuchte Gelände der LP? Hintergrund war, dass unsere FB-Gruppe sich gegen das Vorhaben der Stadt verwehren möchte, den Glascubus mit den Memorials im Bereich von Publikumsverkehr zu platzieren. Der Cubus sollte in der Nähe des Orts des Geschehens bleiben. Auf Anfrage hin teilte die Aurelis mit, dass die Firma Krieger aus Berlin der Eigentümer sei, was die Firma Krieger dementiert. Laut Medienberichten ist Kriegerbau der Eigentümer? Wie denn nun!?
Thilos Kampf
Der Sumpf, in den sich diese Gesellschaft reinlaviert, ist ziemlich blickdicht. Da hilft auch keine Lenser mehr. Sei denn man greift die Vorschläge Kirsten Heisigs auf, zumindest wird sie im Netz gesucht. Im August steht sie bei uns an zweiter Stelle. Damit ihr Ruf nach Intervention nicht nur polarisiert und ungehört verhallt, hat ausgerechnet Thilo Sarrazin nachgelegt:

11. Aug. 2010 – Die Liebe, die Parade und das Netz

am 12. August 2010 unter BlogHystorie abgelegt

Eigentlich hätte es ein gepflegtes Sommerloch werden können: heiß genug war es und Ferien sind in weiten Teilen der Nation immer noch. Statt dessen verzeichnen Mediencontroller wie IVW ganz neutrale 2,5% Aufrufplus bei Bild.de – tja, die zählen eben bei AtaSe nicht: wir haben 22% Zuwachs – statt des aus 20 Jahren Netzerfahrung erwarteten 50%igen Rückganges. Hatten wir uns doch erfolgreich nach oben gelensert und “Das Ende der Geduld” vorgestellt; ein Gleichbleiben der Besucherzahlen war garantiert. Dann kam der 24. Juli und nach einer fulminanten Eventankündigung das desaströse Ende der Loveparade 2010 in Duisburg. Ausschlaggebend für eine ausschweifendere Berichterstattung auf unseren Seiten war nicht das Ereignis selbst, sondern die Pressekonferenz am Sonntag danach: Es wurde spontan das Vier-Personen-Stück gegeben “Nach der Katastrophe ist vor dem Desaster.” Live war es einmal klassisch um den medialen Globus gegangen: Duisburg ist nicht nur chronisch pleite, sondern verantwortungslos und jetzt auch noch verwaltungstechnisch kopflos. Das Chaos war perfekt und der Aufschrei im Web 2.0 erinnert streckenweise an 9/11. Twitter, Facebook, Blogosphäre und Newscommunities lieferten aus dem Stand Suchlisten, Fotos, Videos und Augenzeugenberichte, die die Pressekonferenz zur absoluten Schmierenkomödie degradierten. Und selbst Verleger, die sonst gerne um ihren Content bangen, hatten in diesen Tagen Kommentar- und Pingfunktionen offen. Nur so war es möglich, binnen Stunden die Pointe des Duisburger Sonntagsquartetts erfolgreich zu kippen. Das ist sie, die Stunde des Boulevards. Schnell merkt man, wer warum wo mauert oder bohrt. Und auch nur so ist es zu verstehen, warum der Spiegel weniger profitiert als die Bild. Am meisten profitiert haben jedoch die Provider: Denn das Netz ist rund um die Uhr zwei Wochen lang gut überlastet worden. Zum Nachteil aller Hinterbliebenen und Beteiligten macht es die Wahrheitsfindung nicht schneller: Es wird Monate, ja vielleicht sogar Jahre dauern, bis alle Materialien ausgewertet sind und ein Gericht das Urteil spricht, um der Öffentlichkeit den Verantwortlichen zu liefern. Leider lehrt uns die Vergangenheit: die Menschen vergessen zu schnell. Zur Zeit ist es so, dass OB Adolf Sauerland den Zorn und die gesammelte Negativpresse auf sich zieht und somit sich viele andere dahinter verstecken – können.

Duisburger Deathparade – Zeugen gesucht

am 27. Juli 2010 unter Netzwelt abgelegt

Bei der diesjährigen Loveparade in Duisburg, Motto “The Art Of Love“, starben am Samstag (24. Juli 2010) 21 Menschen, mehr als 500 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Gegen Veranstalter und die Stadt Duisburg werden zunehmend Vorwürfe wegen “massiver Sicherheitslücken” laut. Damit, wer auch immer am Ende die Verantwortung für diese Tragödie zu übernehmen hat, sich derselben und damit der Ehrfurcht vor dem Leben nicht konsequent entziehen kann, sollten jetzt Augenzeugen dieses Events die Stärke des Mediums INTERNET nutzen, Kontakte austauschen und sich zum Zweck der Interessensvertretung von Opfern und Geschädigten organisieren.

Tunnel auf der Loveparade 2010 Duisburg


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